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UX-Statistiken: Darum sollte Ihr Unternehmen in eine gute User Experience investieren

David Adamick

11. Feb. 20229 Min. Lesezeit

DesignUX designStartups

Inhaltsverzeichnis

  • Überzeugende Website-User Experience

  • Was ist der Unterschied zwischen UX und UI?

  • Warum ist UX wichtig? 

  • UX-Statistiken

    • Die Vorteile aktueller UX-Features & guten Webdesigns

    • Statistiken zu schlechter User Experience

    • User-Experience-Statistiken für responsives mobiles Webdesign

  • Wie man UX an Stakeholder verkauft

  • Den ROI von UX messen

  • Häufige UX-Entwicklungsfelder

    • Wichtige Website-Funktionen für eine gute User Experience

  • UX Best Practices für Ihre Website

    • 5 zentrale Maßnahmen für eine bessere User Experience

  • UX & Googles „Core Web Vitals“

  • Fazit

    • Quellen:

Überzeugende Website-User Experience

„Was wir derzeit sehen: Das Erlebnis wird zu einem essenziellen Teil der Produktstrategie erhoben.“ - Jesse James Garrett, führender US-amerikanischer UX-Designer 

Trotz eines ROI-Potenzials für Investitionen in Website-UX-Design von im Schnitt knapp 10.000 % (ja, Sie haben richtig gelesen) führen dennoch nur 55 % der Online-Unternehmen überhaupt UX-Tests auf ihren Seiten durch.

Mit anderen Worten: Sie verzichten auf diesen zunehmend entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem immer umkämpfteren Online-Markt.

Schlimmer noch: Insgesamt verlieren Unternehmen aufgrund schlechter User Experience jährlich schätzungsweise 2 Milliarden US‑Dollar. Tatsächlich scheitern bis zu 70 % sogar infolge dieser schlechten Nutzererfahrung.

Erschreckende Zahlen, ja – aber niemand muss dazu gehören, wenn er sich der Bedeutung guten UX-Designs bewusster wird und vorausschauend handelt. 

In der folgenden Analyse werfen wir einen genaueren Blick auf einige aufschlussreiche UX-Statistiken – allgemein und speziell für mobile Geräte.

Falls die Nutzeroberfläche Ihres Online-Business noch nicht vollständig optimiert ist, könnte diese Realität ernüchtern – und verdeutlichen, dass Websites längst nicht mehr nur zum Schön-Aussehen da sind.  

Was ist der Unterschied zwischen UX und UI?

Klären wir zunächst die Begriffe, da sie häufig fälschlich synonym verwendet werden. 

Während sich UI (User Interface) auf die ästhetischen Qualitäten einer Website bezieht (Bilder, Buttons, Checkboxen, Text etc.), geht es bei der User Experience – UX – um die Interaktion der Nutzer.

UX beschreibt, wie die Oberfläche tatsächlich funktioniert und wie Nutzer darauf reagieren und sich dadurch bewegen. 

Oder eben nicht. Deshalb führen UX-Designer vor dem eigentlichen Designprozess routinemäßig Verhaltensforschung durch. 

Warum ist UX wichtig? 

Weil eine Website, die echten Erfolg haben will, die Nutzer vollständig einbinden muss.

Gute UX weckt und hält Interesse, erfüllt Anforderungen effizient und erhöht so die Chancen auf eine bessere Conversion-Rate.

Bemerkenswert: Gutes UI kann die Conversion-Rate einer Website um bis zu 200 % steigern – und mit wirkungsvoller UX sogar um fast 400 %

Die folgenden Zahlen zeigen, warum. 

UX-Statistiken

Die Vorteile aktueller UX-Features & guten Webdesigns

UX-Statistiken deuten darauf hin, dass die Optimierung der Website-UX Unternehmens-KPIs um über 80 % steigern kann

UX-Zahlen zeigen außerdem: Videoinhalte haben 53‑mal höhere Chancen, auf der ersten Ergebnisseite von Google zu ranken als Text 

Videoinhalte können über 70 % der Menschen zum Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung bewegen

80 % der Internetnutzer sind bereit, für eine gute User Experience mehr zu bezahlen

Schnellere Ladezeiten: Jede Seite, die innerhalb von 5 Sekunden lädt, verzeichnet 25 % höhere Ad Viewability, 70 % längere Sessions und eine um 35 % niedrigere Bounce-Rate

63 % würden in Erwägung ziehen, mit einem Online-Chatbot zu kommunizieren, um mit einem Unternehmen oder einer Marke zu interagieren

Der erste Eindruck ist zu 94 % vom Design geprägt 

75 % der Urteile über die Glaubwürdigkeit einer Website basieren auf Design und Gesamtästhetik

83 % messen einer nahtlosen Experience über alle Geräte hinweg „hohe Bedeutung“ bei

90 % der Smartphone-Nutzer kaufen erneut bei Marken, die eine „hilfreiche“ mobile UX bieten

Statistiken zu schlechter User Experience

88 % der befragten Online-Shopper gaben an, dass sie eine Website nach einer schlechten User Experience eher nicht erneut besuchen

90 % der Nutzer verlassen eine Seite allein wegen schlechten Designs

70 % der Online-Shopper brechen ihren Kauf wegen schlechter UX ab

44 % der Online-Shopper berichten Freunden von einer negativen Online-Erfahrung

Schon eine Verzögerung der Seitenreaktion um eine Sekunde kann die Website-Conversions um 7 % senken

Knapp 40 % der Menschen brechen die Nutzung einer Website ab, wenn Bilder zu langsam laden

Über 70 % der Websites kleiner Unternehmen verfügen nicht über CTA-Buttons

User-Experience-Statistiken für responsives mobiles Webdesign

Mehr als 60 % der Online-Shopper nutzen ausschließlich Mobilgeräte, um Kaufentscheidungen zu treffen

52 % geben an, dass sie mit Websites ohne responsives mobiles Design weniger wahrscheinlich interagieren

50 % der Nutzer verwenden eine nicht responsive mobile Website nicht – selbst dann, wenn es sich um eine Marke handelt, die sie mögen 

Über 70 % der Publisher sagen, dass mobil optimierte Inhalte ihr positives UX-Feedback verbessert haben

Rund 50 % der Nutzer beginnen innerhalb von 10 Sekunden zu scrollen; 90 % innerhalb von 14 Sekunden

Infinite Scrolling kann die Bounce-Rate senken

67 % sagen, sie würden eine mobilfreundliche Seite „belohnen“, indem sie dort kaufen statt bei einem Wettbewerber

85 % der Erwachsenen finden, dass die mobile Website eines Unternehmens genauso gut sein oder besser als die entsprechende Web-App sein sollte

In 53 % der Fälle verlassen Besucher mobiler Seiten eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt

Wie man UX an Stakeholder verkauft

Trotz all dessen ist es mit klassischen ROI-Kennzahlen oft schwer, Führungskräften die finanziellen Vorteile von UX-Investitionen klar nachzuweisen.

Für UX-Design-Teams reicht es daher nicht, ansprechende, funktionale Designs zu entwickeln: Sie müssen auch darlegen, welche greifbaren Business-Ergebnisse und KPIs diese Designs liefern. 

Wie verkaufen kreative Köpfe also verbesserte UX-Lösungen an Führungskräfte und Stakeholder? Indem sie stärker in Business Value denken und den Return on Investment in den Blick nehmen.

Sie müssen die Metriken bestimmen, die diesen Return am besten belegen. Mit anderen Worten: UX-Designer müssen auch wie Unternehmenslenker denken. 

Den ROI von UX messen

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen ein internes UX-Team hat oder die Forschung auslagert, führen die folgenden Schritte oft zu einem umfassenderen Verständnis des aktuellen UX-Werts:

Definieren Sie eine repräsentative Zielgruppe: Auch wenn es nicht immer einfach ist, ist eine klar umrissene Gruppe für qualitative Forschung der Schlüssel, um das präzise Feedback für Website-Optimierungen zu erhalten.

Identifizieren Sie die wichtigsten KPIs des Unternehmens

Etablieren Sie UX-Metriken: Beliebte Tools zur Messung der Customer Experience sind unter anderem System Usability Scale (SUS), Total Addressable Market (TAM), Standardized User Experience Percentile Rank-Questionnaire (SUPR‑Q) und Net Promoter Score (NPS).

Identifizieren und priorisieren Sie User-Tasks: Was sind die primären Aufgaben der Nutzer und wie stehen sie dazu? Was ist ihnen am wichtigsten? Hier liegt eine große Chance, UX-Komplexität zu reduzieren. Die Identifikation dieser Tasks kann über interne Umfragen erfolgen, bei denen die gesamte Organisation sammelt und anschließend eine Shortlist erstellt. 

Über diese Shortlist stimmt dann ein repräsentativer Querschnitt der Kunden ab; anschließend wird sie grafisch in Tabellenform priorisiert – von der höchsten bis zur niedrigsten Stimmenzahl.

Benchmarken Sie die User Experience: Ermitteln Sie aus der Forschung eine Baseline, um sie sowohl mit einem ersten Redesign als auch mit künftigen iterativen Releases zu vergleichen.

Mapping von UX-Metriken zu Unternehmens-KPIs: Dies kann das Finanzteam einbeziehen, um Umsätze über verschiedene, voneinander getrennte Bereiche hinweg abzugleichen. 

Erarbeiten Sie einen Plan zur Verbesserung und/oder Innovation der Metriken: Das kann in Form interner Aktivitäten über Teams hinweg geschehen – etwa Design Thinking, Patentanmeldungen, Konferenzvorträge und Seminare mit UX‑Gastrednern.

Stellen Sie klar, wie Designänderungen die Unternehmens-KPIs beeinflussen: Ermitteln Sie, welche der erhobenen UX-Metriken die engste und aussagekräftigste Beziehung zu den Unternehmens-KPIs zeigen.

Etablieren Sie ein UX‑Measurement-„Playbook“ für regelmäßige UX‑Audits.

Häufige UX-Entwicklungsfelder

Wichtige Website-Funktionen für eine gute User Experience

Nach Abschluss der Recherche zeigt sich häufig, dass folgende Aspekte der Website-UX Aufmerksamkeit benötigen: 

Visual Design – Farben, Bilder und/oder Videoinhalte

Usability – Auffindbarkeit, Navigation, UI-Standards

Konsistenz – UI Design, Interaction Design

Interface-Layout – Seiten und Interface-Verhalten planen

Workflow – User Flow, Interaction Design, Effizienz

Markenwahrnehmung – Qualität, Vertrauen, Sicherheitsempfinden

Visual Design – Farbpalette, Bilder und/oder Videohintergrund

Informationsarchitektur – Seitenhierarchie; Struktur und Konsistenz Ihrer Inhalte innerhalb der Website

User-Research zum Verhalten – Nutzerengagement und Vertrauensaufbau

UX Best Practices für Ihre Website

5 zentrale Maßnahmen für eine bessere User Experience

Stellen Sie Ihr Verständnis für Gewohnheiten, Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzer in den Vordergrund. Wie bei SEO: Denken Sie nicht nur daran, was Google will, sondern was Google seinen Suchenden bieten möchte – und übertragen Sie das auf die Frage, wie Ihre Website Ihre Kunden bestmöglich bedienen kann.

Und wie effizient. 

Machen Sie Ihre CTA- und Checkout-Buttons maximal sichtbar und leicht erreichbar 

Sorgen Sie für einen schnellen, reibungslosen Checkout

Vermeiden Sie unnötige Fragen im Checkout-Prozess

Kommunizieren Sie Ihre Preise von Beginn an glasklar – versteckte Kosten untergraben Vertrauen

Seien Sie transparent bei Ihrer Rückerstattungsrichtlinie

Vor allem: Bleiben Sie wandelbereit. Wie bei SEO ist User Experience ein dynamisches Feld, das kontinuierliche Aufmerksamkeit verdient. Hören Sie Ihren Kunden zu, begrüßen Sie ihr Feedback. Die Conversion-Rate Ihrer Website hängt davon ab.

UX & Googles „Core Web Vitals“

Stichwort SEO: Google hat einen Satz von Metriken zur Messung der User Experience definiert. Sie decken die wichtigsten Anforderungen für erfolgreiche UX ab – darunter Ladezeiten, visuelle Stabilität und Interaktivität.

Diese Erwartungen sollten heute alle Websites erfüllen, und alles deutet darauf hin, dass sie in der Summe zu einem prominenten Ranking-Faktor werden. 

Fazit

Um sich online wirksam zu differenzieren, muss ein Unternehmen eine optimale, nutzerzentrierte Experience bieten – nicht nur für bessere Conversions, sondern auch, um Vertrauen aufzubauen und Kundenloyalität zu stärken.  

Mit wachsender digitaler Reife steigen auch die Ansprüche – und die Geduld sinkt für alles, was keine robuste, effiziente und wirklich hilfreiche User Experience bietet. Wer eine negative Erfahrung macht, meidet sie schnell – gebranntes Kind scheut das Feuer.

Und Alternativen gibt es reichlich. Wer sich für gutes UX-Design entscheidet, entscheidet sich für gutes Geschäft.

Bei SDH nehmen wir UI- und UX-Design ernst und sind stolz auf unsere In‑House‑Expertise. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie die UI und User Experience Ihrer Website verbessern können, schreiben Sie uns an hello@startup-house.

Quellen:

Smallbizgenius.net - Essential UX Statistics

UXmatters.com - Measuring the ROI for UX

Truelist.co - UX Statistics

Techjury.net - 31+ User Experience Stats 2022

99firms.com - UX statistics

Axongarside.com - Google's Core Web Vitals

Toptal.com - Know Your User

 

Veröffentlicht am 11. Februar 2022

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David Adamick

Content Editor

Digital Transformation Strategy for Siemens Finance

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