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Was ist Prototyping und warum du es brauchst

Nigel Tsopo

02. Juni 20237 Min. Lesezeit

PrototypingUX design

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist ein Prototyp?

  • Was bedeutet Prototyping?

    • Rapid Prototyping

  • Gründe für Prototyping

    • 1. Prüft die Produktmachbarkeit

    • 2. Identifiziert potenzielle Produktmängel

    • 3. Spart Zeit und Kosten

    • 4. Erhöht die Kundenzufriedenheit

    • 5. Verbessert das Produktdesign

    • 6. Bewertet die Herstellbarkeit

    • 7. Hilft, Early Adopters zu identifizieren

    • 8. Reduziert Risiken

    • 9. Schafft Glaubwürdigkeit

    • 10. Sorgt für Publicity 

  • Arten des UX/UI‑Prototypings

    • Low-Fidelity vs. High-Fidelity Prototyping

    • Vorteile von Low-Fidelity Prototyping

    • Nachteile von Low-Fidelity Prototyping

    • Vorteile von High-Fidelity Prototyping

    • Nachteile von High-Fidelity Prototyping

  • Prototyping‑Tools

  • Fazit

  • Kontakt

Wenn Sie eine Software-Idee sofort validieren möchten, ohne gleich ein fertiges Produkt zu entwickeln, sind Prototyping bzw. Rapid Prototyping genau das Richtige – und in diesem Beitrag erklären wir, warum.

Wenn die meisten Menschen an einen „Prototypen“ denken, stellen sie sich teure Hightech-Produkte vor. Tatsächlich gibt es Prototypen in allen Formen und Größen – auch als Software. Sie sind nicht immer Hightech, fehlerfrei oder voll funktionsfähig, aber sie sind stets ein wesentlicher Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses.

Was ist ein Prototyp?

Ein Prototyp ist eine vorläufige bzw. Testversion eines Produkts, mit der Machbarkeit, Design und/oder Funktion geprüft werden.

Betrachten Sie ihn als Muster, Modell oder frühe Version, die Kundinnen und Kunden, externen Stakeholdern oder Testenden bereitgestellt wird, um vor der Entwicklung und dem offiziellen Marktstart Feedback einzuholen. 

Ein UX/UI‑Prototyp entsteht typischerweise früh im Produktentwicklungsprozess, bevor das Produkt finalisiert und auf den Markt gebracht wird.

Die Entwicklung eines solchen Prototyps erfordert nutzerzentriertes Design Thinking, ein experimentelles Vorgehen, ein tiefes Verständnis der Nutzerbedürfnisse und einen iterativen Prozess. 

Was bedeutet Prototyping?

Zur Veranschaulichung finden Sie hier einen schrittweisen Ablauf für die Entwicklung eines UX/UI‑Prototyps:

Zweck des Prototyps festlegen.

Art des Prototyps wählen (Low-Fidelity oder High-Fidelity).

Benötigte UX/UI‑Software vorbereiten.

Prototyp mit einfachen Techniken, Software und Materialien erstellen.

Prototyp mit Nutzenden testen.

Feedback von Nutzenden einholen.

Prototyp anhand des Feedbacks überarbeiten.

Schritte 5–7 bei Bedarf wiederholen.

Rapid Prototyping

Rapid UX/UI Prototyping ist eine Form des Prototypings, bei der mit einfachen Techniken, Software und Materialien in kurzer Zeit ein vorläufiges Modell eines Produkts entsteht.

Startup House ist Ihre erste Adresse für User Experience (UX) und User Interface (UI) – für User Testing, Rapid Prototyping, schnelle MVP‑Entwicklung und zügige No‑Code‑Softwarelösungen, damit Ihre Produkte innerhalb weniger Wochen startklar sind.

Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere maßgeschneiderten Softwarelösungen zu erfahren.

Gründe für Prototyping

Es gibt viele Gründe, Prototypen zu erstellen. 

Ein UX/UI‑Prototyp bzw. das UX/UI‑Design:

Prüft die Produktmachbarkeit

Identifiziert potenzielle Produktmängel

Spart Zeit und Kosten

Erhöht die Kundenzufriedenheit

Verbessert das Produktdesign

Bewertet die Herstellbarkeit

Hilft, Early Adopters zu identifizieren

Reduziert Risiken

Schafft Glaubwürdigkeit

Hilft, Publicity zu erzeugen

Im Einzelnen:

1. Prüft die Produktmachbarkeit

Prototyping hilft, die Machbarkeit einer Produktidee zu bewerten.

Ist das Konzept technisch umsetzbar?

Lässt es sich zu vertretbaren Kosten entwickeln?

Erfüllt es alle erforderlichen Leistungsanforderungen?

Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor ein Produkt im Entwicklungsprozess weitergehen kann.

2. Identifiziert potenzielle Produktmängel

Ein weiterer zentraler Vorteil des Prototypings ist das frühzeitige Erkennen potenzieller Probleme, bevor ein Produkt auf den Markt kommt.

Durch Tests mit Kundinnen und Kunden bzw. Nutzenden erhalten Unternehmen Feedback zu Design, Funktion und User Experience.

3. Spart Zeit und Kosten

Wer potenzielle Probleme früh mithilfe von Prototypen erkennt, vermeidet teure Änderungen an bereits veröffentlichten Produkten.

4. Erhöht die Kundenzufriedenheit

Wenn Kundinnen und Kunden mit einem Prototyp interagieren können, bekommen sie ein Gefühl für die Funktionsweise und geben Feedback zu Verbesserungen. Fließt dieses Feedback ein, steigt die Chance, dass das Endprodukt hohe Qualität besitzt und die Erwartungen erfüllt.

5. Verbessert das Produktdesign

Auf Basis des Feedbacks aus Prototypentests lässt sich das Design insgesamt verbessern, was die Erfolgsaussichten beim Launch erhöht.

6. Bewertet die Herstellbarkeit

Ein weiterer Vorteil des Prototypings ist die Bewertung der Herstellbarkeit eines Produkts.

Lässt sich das Produkt zu vertretbaren Kosten herstellen?

Erfüllt es alle erforderlichen Sicherheits- und Leistungsanforderungen?

Die Beantwortung dieser Fragen ist entscheidend für einen erfolgreichen Produktlaunch.

7. Hilft, Early Adopters zu identifizieren

Prototyping kann Unternehmen auch dabei helfen, Early Adopters für ihre Produkte zu finden.

Early Adopters sind in der Regel Kundinnen und Kunden bzw. Nutzende, die bereit sind, neue Produkte auszuprobieren und Feedback zu ihren Erfahrungen zu geben.

Dieses Feedback ist für Unternehmen äußerst wertvoll, um das Produkt vor dem offiziellen Release zu verbessern.

8. Reduziert Risiken

Ein Prototyp ermöglicht es, eine Idee zu testen, bevor man sich auf eine vollständige Produktentwicklung festlegt. So lassen sich potenzielle Probleme früh erkennen – und auf lange Sicht Zeit und Geld sparen.

9. Schafft Glaubwürdigkeit

Prototyping hilft zudem, bei potenziellen Kundinnen und Kunden bzw. Nutzenden Vertrauen aufzubauen.

Wer einen Prototyp zeigt, demonstriert den Anspruch, ein hochwertiges Produkt zu entwickeln, das ihre Bedürfnisse erfüllt – das stärkt das Vertrauen in das Unternehmen.

10. Sorgt für Publicity 

Schließlich kann Prototyping auch dabei helfen, Publicity für Produkte zu erzeugen.

Durch Tests mit Kundinnen und Kunden bzw. Nutzenden erhalten Unternehmen Rückmeldungen zu Design, Funktion und User Experience.

Dieses Feedback lässt sich für positive Berichterstattung nutzen und steigert Bekanntheit und Interesse am Produkt.

Sehen wir uns nun die beiden Hauptarten des Prototypings an.

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Arten des UX/UI‑Prototypings

Low-Fidelity vs. High-Fidelity Prototyping

Low-Fidelity Prototyping

Low-Fidelity Prototyping (LFP) nutzt einfache Techniken und Materialien, um ein vorläufiges Modell eines Produkts oder Systems zu erstellen. Manche nennen es die „Paper‑Prototype“-Methode.

Ziel eines LFP ist es, schnell und kostengünstig Ideen für Nutzertests zu generieren.

Low‑Fidelity‑Prototypen entstehen häufig auf Papier oder mit einfachen Tools. Sie sind in der Regel weniger ausgearbeitet und detailreich als High‑Fidelity‑Prototypen.

Eine vollständige Liste von Prototyping‑Tools finden Sie unten.

High-Fidelity Prototyping

High‑Fidelity Prototyping (HFP) nutzt ausgefeiltere Techniken und Materialien, um ein realistisches Modell des finalen Produkts oder Systems zu erstellen.

HFPs ähneln dem Endprodukt nach dem Designprozess stark und werden oft mit Computer‑Aided Design (CAD)‑Software (z. B. Figma), 3D‑Druckern oder anderen fortgeschrittenen Technologien erstellt.

Bei Startup House haben wir vielen Gründerinnen, Gründern und Unternehmen dabei geholfen, den richtigen Weg zu finden, wenn es um die Entwicklung eines Prototyps geht. Das können wir auch für Sie tun.

Vorteile von Low-Fidelity Prototyping

Es gibt mehrere Vorteile bei Low‑Fidelity‑Softwareprototypen:

LFPs sind schnell und einfach zu erstellen.

Sie sind günstiger als High‑Fidelity‑Prototypen.

Damit lassen sich in kurzer Zeit viele Ideen generieren.

LFPs werden von Nutzenden seltener fehlinterpretiert.

Sie lassen sich leicht überarbeiten und verbessern.

Nachteile von Low-Fidelity Prototyping

Es gibt auch Nachteile bei Low‑Fidelity‑Softwareprototypen:

Sie bilden das Endprodukt möglicherweise nicht genau ab.

LFPs können mit Nutzenden schwerer zu testen sein.

Ein Low‑Fidelity‑Prototyp lässt sich Stakeholdern mitunter schwer vermitteln.

Wenn viele Überarbeitungen nötig sind, kann die Erstellung zeitaufwendig werden.

Vorteile von High-Fidelity Prototyping

Es gibt mehrere Vorteile bei High‑Fidelity‑Softwareprototypen:

HFPs bilden das Endprodukt präzise ab.

Ein High‑Fidelity‑Prototyp lässt sich gut mit Nutzenden testen.

Er lässt sich Stakeholdern leicht vermitteln.

Sie sparen langfristig Zeit, weil weniger Überarbeitungen nötig sind.

Sie eignen sich auch, um Publicity für ein Produkt zu erzeugen.

Nachteile von High-Fidelity Prototyping

Es gibt mehrere Nachteile bei High‑Fidelity‑Softwareprototypen:

HFPs sind teurer als Low‑Fidelity‑Prototypen.

Die Erstellung kann zeitaufwendig sein.

Ein High‑Fidelity‑Prototyp kann von Nutzenden fehlinterpretiert werden.

Überarbeitungen sind oft aufwendiger.

HFPs sind nicht für jedes Produkt erforderlich.

Welche Prototyping‑Variante passt zu Ihrem Produkt?

Das hängt von Zielen, Budget und Komplexität des Produkts ab.

Grundsätzlich eignen sich Low‑Fidelity‑Prototypen zum Ideengewinn und für Konzepttests, während High‑Fidelity‑Prototypen besser für Usability‑ und User‑Experience‑Tests sind.

Prototyping‑Tools

1. Adobe XD

2. Sketch

3. InVision

4. Marvel

5. Flinto

6. Framer X

7. Justinmind

8. Balsamiq

9. Axure RP

10. Figma

Fazit

Digitale Prototypen können in verschiedenen Phasen des Produktentwicklungsprozesses eingesetzt werden – vom ersten Konzepttest bis zu finalen Nutzertests vor der Serienproduktion.

Effektives Prototyping beschleunigt die Produktentwicklung, weil sich Ideen schnell erstellen und gemeinsam mit Nutzenden testen lassen.

Es gibt zwei Hauptarten von Prototypen: Low‑Fidelity und High‑Fidelity. Low‑Fidelity‑Prototypen sind schnell und einfach umzusetzen, High‑Fidelity‑Prototypen sind genauer, aber auch teurer und zeitintensiver.

Welche Art von Prototyp für Ihr Produkt am besten ist, hängt von Ihren Zielen und Ihrem Budget ab.

Kontakt

Für einen maßgeschneiderten Prototyping‑Service, der sich ausschließlich an Ihrer Produktvision und Ihren Softwareanforderungen orientiert, nehmen Sie Kontakt mit Startup House auf.

Wir führen Sie durch den Product‑Discovery‑Prozess, arbeiten die wichtigsten Funktionen Ihrer Idee heraus und gestalten sie machbar und wirkungsvoll.

Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren.

 

Veröffentlicht am 02. Juni 2023

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Nigel Tsopo

Content Writer

Digital Transformation Strategy for Siemens Finance

Cloud-based platform for Siemens Financial Services in Poland

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